Depressionen sind natürlich

Jeder Mensch durchlebt mal eine Depression, das ist normal. Vielleicht nicht in der Quantität wie ein diagnostiziert erkrankter Mensch, aber hin und wieder ist das normal. Grade im Winter, doch der ist jetzt vorbei. Eigentlich müsste jetzt mit der Sonne alles wieder in Butter sein, stimmts?

Wenn die Gesellschaft Depressionen integrieren würde, dann wäre mein Leben so viel leichter. Wenn ich einfach sagen würde, dass mein Gehirn eine Pause braucht, und ich diese bekommen würde. Es würde so vielen Menschen eine riesige Last nehmen.

Mit Depression durch den Alltag kämpfen, wieso ist das so? Wieso muss alles funktionieren, wir haben doch Roboter und Programme. Diese Mechanismen der Arbeit sind unnatürlich und unsinnig. Vor 7000 Jahren hättest Du pro Tag vier Stunden mit der Nahrungsaufnahme verbracht, den Rest der Zeit hättest Du mit sozialen Interaktionen oder Ruhe gefüllt. Wir sind zwar anpassungsfähig, aber diese Anpassung an Ausbäutung wird noch dauern.

Minimalismus statt Depression

Einer meiner liebsten Lebensentwürfe sehnt sich nach vereinfachter Zeiteinteilung. Wir arbeiten das Minimum, um glücklich um die Runden zu kommen. Wir häufen kein Geld an, sondern genießen drei bis vier freie Tage in der Woche. Wir ruhen uns aus, meditieren und sind in der Natur. Wir gehen barfuß durch den Wald und machen Musik, Kunst, Theater. Wir kochen leckeres Essen zur Belohnung, dafür, dass wir lebendig und glücklich sind.

Unser Minimum bringt uns Qualität und nimmt uns die Sehnsucht nach der Rente, weil wir mehr Freizeit haben.

Eine kleine Utopie des glücklichen Lebens, aber umsetzbar. Reduzieren anstatt maximieren. Wenn wir unsere Lebensenergie mehr genießen können, dann genießen wir den Moment mit aller Achtsamkeit unseres Bewusstseins.

Mind Comedy mit Fingerfarbe im Gesicht, leicht depressiv. Diversität.

Wonach ich mich sehne

Meine Stimmung ist nicht schlecht, ich bin glücklich damit. Es wäre nur besser, müsste ich mir nicht ständig Gedanken um meine Energie machen müssen. Könnte ich sie mir einfach frei einteilen und mir meine Ruhe schenken.

Ich unterliege Verpflichtungen und Widerständen, die aus mir entspringen. Ich will das nicht mehr. Mein Handeln ist fremdbestimmt und macht nicht glücklich.

Dieser Beitrag soll dich dazu motivieren zu reduzieren. So wie ich es grade versuche, kannst auch Du es versuchen. Anstatt 100% einfach 75% oder weniger.

Ich denke darüber nach die Schule abzubrechen, jedoch würde mich das vollkommen aus der Bahn werfen. Also kümmerte ich mich vor Kurzem um einen Nta. Ein sogenannter Nachteilsausgleich, der meine Lebensqualität und Freude an der Schule steigern soll.

  • Keine Hausaufgaben mehr
  • Sport in der 9. und 10. entfällt
  • Abgabetermine entzerrt

Wie schön es wäre, wenn das alles umgesetzt werden würde. Hoffentlich kommt es dazu, hoffentlich kann mein Tief wieder loslassen. Es ist zum Glück nur eine leichte Antriebslosigkeit.Dir wünsche ich Glück und Gesundheit.


2 Kommentare

Alice Wunder · April 25, 2018 um 1:35 pm

Ein wichtiges Problem dabei ist, glaub ich, der Winter. Deshalb glauben alle, sie müssten permanent rödeln, um Vorräte und Feuerholz ranzuschaffen.

    mindcomedy · April 25, 2018 um 1:39 pm

    Ich bin ein Befürworter der Winterruhe. Gibt es nur nicht.

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