Was ist Buprenorphin?

Dieses halbsynthetische Opioid ist ein Schmerzmittel, so wie Substitutionsmittel der Medizin. Es wird aus dem Alkaloid Thebain gewonnen.

Dieses Opioid ist unter dem Namen Subutex als Handelsname bekannt und ist fast frei erhältlich. Man muss nur die richtigen H-Junks anquatschen.

Denn: Substitution bedeutet Ersatz für etwas vorher da gewesenes. Nämlich Heroin. Die Suchtkranken bekommen Buprenorphin als Ersatz, um von dem H weg zu bleiben. Die Sublingual-Tabletten sind dann meist in Form von 8 mg Tabletten vorhanden. Ein Suchtkranker bekommt bis zu 32 mg am Tag.

Das Opioid ist nicht so risikobehaftet wie andere Opioide, denn eine Überdosierung führt nur in seltenen Fällen zu einer kompletten Atemdepression. Dennoch ist es nicht risikofrei.

Wie es zur Erfahrung mit Subutex gekommen ist

Die guten alten Zeiten im Barrio meiner Stadt. Alle hatten schlechte Laune und keiner wollte eine Therapie. Wir kifften täglich und genossen das Ausleben von Sinnlosigkeit. Es war ein Teufelskreis ohne Ausblick, also suchten wir uns ein Ausweg aus der aktuellen Situation: Noch tiefer rein.

Es musste ein krasser Downer her, der irgendwo zu bekommen ist. Den Downer Subutex/Buprenorphin gab es zu holen.

An der Heroinausgabestelle im Herzen meiner Stadt, da musste ich dann Leute ansprechen. Ob ich wollte oder nicht, ich unterlag meiner Sucht und dachte mir dennoch:

So weit wird es nicht kommen, ich werde kein Subutex nehmen.

Beim dritten Anlauf wurde ich fündig. Der Mensch kannte einen Menschen, der Subu gegen Geld tauschen möchte, um das Geld gegen H zu tauschen.

Ich bekam 16 mg für 10€ und war glücklich, Aufgabe erledigt.

Buprenorphin Subutex Einnahme Erfahrung

Die Einnahme von Buprenorphin

Wir waren hinter einer Turnhalle unter einem Vordach und standen um ein Plastik-Koch-Brett. Ein Ziehrohr brachte ich mit. Wir kratzten den Stoff mit einem Personalausweis ab und legten drei Lines. Sublingual hin oder her, so konnten wir gut dosieren.

Ich war der dritte der zog. Nach 20 Minuten legten wir gefährlicher Weise nach, denn die Wirkung tritt nach ca. 35 Minuten ein, so meine Erinnerung.

Wir genossen alle das Hochkommen, nach 10 Minuten des Wirkungseintritts war es Nacht.

Der ein oder andere Mitkonsument äußerte:

Fuck ist das stark, das ist viel zu krass!

Ich schmunzelte mit meiner Opioid-Toleranz durch viel Codein. Dachte mir, ach was ist doch geil. Naiv.

Auf jeden Fall hielt die Wirkung 8 Stunden an. Wir machten ein langen Spaziergang.

Am Ende kam noch ein Kumpel von den Jungens vorbei, auf einem Roller, er wollte auch mal ziehen und bevor die Wirkung eintritt Zuhause sein. Hat funktioniert.

Wie fühlt sich Subutex an

Bis zum Erbrechen. Ja, Stifler musste kotzen, der arme Jung. Er kotzte sogar, obwohl nichts mehr im Magen war. Eklig.

Was soll man machen, außer den eigenen Rausch genießen und einen RTW anbieten. Er wollte lieber nicht in das Krankenhaus um die Ecke, auch ok.

Der Rausch war wie schon erwähnt geil. Das Maximum an Rausch wurde erreicht, alles darüber hinaus wäre eine krasse Überdosis gewesen, mein Rausch war als einziger perfekt. Der mit dem Roller musste später auch kotzen. Aber hey, was soll man machen, auch der mit dem Roller hing am Haken.

Wir wurden alle ziemlich süchtig.

Der Rausch fühlte sich so an, als würde mein Gehirn massiert werden, als würde mein Körper überall gleichzeitig gestreichelt werden.

Vorsicht geboten

Das Abhängigkeitspotenzial ist enorm, den Umgang habe ich nicht hinbekommen. Einen Monat lang habe ich äußerst intensiv, meist täglich konsumiert. Bis ich in den Entzug gegangen bin.

Der Missbrauch ist einladend und gleichzeitig riskant, deshalb rate ich eher davon ab Subutex einzunehmen. Jedoch werden Menschen sich nicht aufhalten lassen, wenn sie es wollen. Daher rate ich dazu, sich genau zu belesen und vielleicht mit leichteren Opioiden eine Toleranz zur Vermeidung einer Überdosis aufzubauen.

Vielen Dank für’s Lesen, schau gerne auf meinem Youtube-Kanal vorbei, um dir weitere Erfahrungsberichte anzuhören.

Liebe Grüße und bleibt gesund.


4 Kommentare

schlingsite · April 11, 2018 um 5:32 pm

Dein Ausdruck: „Ausleben von Sinnlosigkeit“, trifft es haargenau. Immer auf der Suche nach irgendwelchen Anreizen.

    mindcomedy · April 11, 2018 um 5:40 pm

    Danke für die Rückmeldung und danke für dein aufmerksames Lesen.
    Der Sinn könnte vielleicht Flucht sein, aber Flucht kann man in dem Fall wirklich nicht gut mit Argumenten untermauern.

David hassel · April 12, 2018 um 10:19 am

Krasse Story, hoffe es bleibt Vergangenheit.

    mindcomedy · April 12, 2018 um 10:23 am

    Dankeschön für’s Lesen David. Opioide brauche ich momentan wirklich nicht, liebe Grüße.

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